Rhabarber Kuchen von Oma / Histaminarm-Laktosefrei (Buchrezension)

Fruktosearm Histaminarm Laktosefrei

 

 

Zutaten für 12 Stücke / Springform 26 cm

Zubereitungszeit: 50 Minuten

Das Rezept enthält Werbung aufgrund einer Buchrezension für: 111 Genießer-Rezepte bei Histaminintoleranz von Daniela Mainzer aus dem Humboldt Verlag

Anfang Januar ist bereits dieses tolle Buch von der lieben Daniela Mainzer von Danielas Foodblog erschienen. Bisher konnte ich mich einfach nicht entscheiden, welches Rezept ich nachmachen möchte. Nun habe ich es endlich geschafft und mich für das Rezept von Oma Bärbel´s Apfelkuchen entschieden, allerdings habe ich den Apfel gegen frischen Rhabarber getauscht.

Der Teig hat mich wirklich begeistert! So schön locker und fluffig, obwohl nur ein Ei im Rezept enthalten ist! Dies ist besonders bei der HistaminintoIeranz ein Pluspunkt! Ein Hühnerei kann man übrigens sehr gut durch 3 Wachteleier ersetzen, diese gelten als Histaminarm. Ich habe allerdings den Zuckeranteil erhöht, da mir der Rhabarber sonst zu sauer ist. Außerdem habe ich den Kuchen noch mit Vanille verfeinert, die gehört für mich beim Rhabarber einfach dazu. Der Teig ist schnell und unkompliziert, somit ist der Kuchen auch am Wochenende schnell gebacken.

Ich habe mir einige Rezepte markiert, die ich noch ausprobieren möchte. Da wäre zum Beispiel der Rote-Bete-Ketchup oder der gebackene Kartoffelsalat. Daniela bietet wirklich eine große Auswahl an verschiedenen Rezepten, da ist auf jeden Fall für alle etwas dabei. Herzhaft vegetarisch, wie zum Beispiel die Kürbis-Ziegenkäse-Quiche vom Cover, oder  Hähnchenschenkel mit Ofengemüse. Die Rezepte sind alltagstauglich und schmecken mit Sicherheit der ganzen Familie, sodass man trotz der Histamintoleranz nicht extra kochen muss.

Ich habe außerdem noch die 30-Minuten-Quarkhörnchen ausprobiert, die waren auch sehr lecker. Das war ganz spontan Sonntagmorgen, da habe ich meistens Lust etwas zu backen. Das einfache Rezept hat sehr gut funktioniert, auch hier habe ich dem Teig noch etwas Vanille beigefügt. Ich kann diese leckeren Hörnchen ebenfalls sehr empfehlen. Ausnahmsweise habe ich mal kein Foto gemacht, da wie sie einfach nur genossen haben.

Der Wochenplan am Anfang des Buches ist eine gute Inspiration, besonders für alle, die neu im Thema Histaminintoleranz sind. Im Kapitel “Histaminintoleranz, gut zu wissen”, werden ebenfalls gute Tipps für den Alltag gegeben, außerdem gibt es eine Liste, welche Lebensmittel gut geeignet sind. Die einzige Kritik, die ich bei diesem tollen Buch üben möchte, dreht sich um das Thema Weizen. Aus meiner Erfahrung, sowie Ausbildung zur ganzheitlichen Ernährungsberaterin, ist mir bekannt, dass Weizen bei Allergien und Intoleranzen strikt gemieden werden sollte. Das liegt besonders daran, weil der Weizen in den 50er Jahren genmanipuliert wurde. Dadurch hat sich seine Struktur und damit auch die Verträglichkeit für viele Menschen verändert. Weizen fördert außerdem Entzündungsprozesse im Körper und kann ebenso asthmatische Beschwerden und Allergien verstärken.

Die Mehl-Rezepte können aber problemlos durch Dinkelmehl Type 630 oder glutenfreies Mehl ersetzt werden. Beim glutenfreien Mehl sollte man darauf achten, dass keine Zusatzstoffe wie Guarkenmehl oder Johannisbrotkernmehl  enthalten sind. Xanthan, was in der glutenfreien Küche viel genutzt wird, ist jedoch bei einer Histaminintoleranz gut verträglich. Bei der Pasta würde ich ebenfalls Dinkel-Pasta oder glutenfreie Pasta aus Mais oder Reis empfehlen.

Der Titel “111 Genießer-Rezepte bei Histamin-Intoleranz” hält auf jeden Fall was er verspricht! Genuss statt Verzicht, da macht das Leben wieder Freude 😉

Zutaten

  • 125 g Zucker
  • 80 g weiche Butter
  • 1 Ei Gr. L (Zimmertemperatur)
  • 225 g Dinkelmehl Type 630
  • 125 ml laktosefreie Milch
  • 8 g Weinsteinbackpulver
  • 4 Stangen Rhabarber
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 TL gemahlene Vanille
  • 1 Handvoll gehobelte Mandeln

Zubereitung:

  • Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Den Rhabarber waschen, abziehen und in kleine Stücke schneiden. Ich gebe noch 3 EL Zucker und etwas Vanille zum Rhabarber und lasse ihn kurz marinieren.
  • Eine Springform (26 cm) mit Backpapier auslegen, den Rand leicht einfetten.
  • Die Butter mit dem Ei, Zucker und Vanille schaumig rühren.
  • Das Mehl mit dem Backpulver vermischen.
  • Die Mehlmischung abwechselnd, in 3 Schritten, mit der Milch zu den anderen Zutaten geben und nur kurz verrühren, bis ein glatter Teig entsteht.
  • Den Teig in die Springform geben und glatt streichen. Anschließend die Rhabarber-Stückchen (ohne Saft) darüber verteilen und leicht andrücken. Zum Schluss noch 1 Handvoll gehobelte Mandeln darüber geben.
  • Den Kuchen ca. 40 Minuten bei 200°C Ober- und Unterhitze backen.

Mein Tipp:

  • Rhabarber enthält Oxalsäure, diese kann in größeren Mengen Beschwerden verursachen. Am meisten ist sie in den Blättern und in der Schale enthalten, weshalb der Rhabarber ordentlich geschält bzw. abgezogen werden muss. Beim Kochen bzw. blanchieren kann die Oxalsäure deutlich reduziert werden, das Kochwasser darf nicht verwendet werden!

Buch: 111 Genießer-Rezepte bei Histamin-Intoleranz von Daniela Mainzer, 176 Seiten / Humboldt Verlag / ISBN: 978-3-8426-2916-5 / 19,99 Euro

Guten Appetit wünscht dir

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Foto und Rezept: www.eattolerant.de